Historie

Das St. Elisabeth Hospital im Jahr 1960

Vom Krankenhaus zum Pflegeheim, so lässt sich sehr verkürzt die Geschichte des St. Elisabeth Altenzentrums beschreiben. Nach dem Ende des Kulturkampfes 1878 und der Versöhnung Otto von Bismarck und Papst Pius IX war es der Katholischen Kirche wieder möglich, sich neu aufzustellen und sich als Institution zu vergrößern.

Im Kontext dieser neuen Epoche bildete sich im Stadtteil Duisburg Meiderich eine christlich-katholische Kultur. Kirche war vor Ort, ein damals noch beschwerlicher Weg nach Hamborn blieb den Menschen erspart. 1885 wurde die St. Michael Kirche eingeweiht. Umgangssprachlich wurde sie lange Zeit als Filialkirche der Abtei Hamborn gesehen.

Seit 1892 waren die Clemensschwestern in Meiderich tätig. Ihre erste Tätigkeit war die ambulante Versorgung der Menschen. Nachdem am 16.04.1899 das St. Elisabeth Krankenhaus eröffnet wurde, übernahmen die Clemensschwestern die Leitung des Hauses.

Im Jahre 1979 wurde im Kontext der Großkrankenhausbildung das Elisabeth Krankenhaus geschlossen. Eine Nachnutzung des in die Jahre gekommenen Gebäudes stand nicht zur Diskussion. Auf dem angrenzenden Gelände wurde dann das Altenheim gebaut, das 20.11.1984 durch Franz Kardinal Hengsbach eingeweiht wurde.

Die Kirche St. Michael (links im Jahre 1955, rechts im Jahre 2016) steht in unmittelbarer Nähe zum Altenzentrum.

Aufgrund vieler neuer Gesetzesauflagen wurde ab 2011 damit begonnen, das alte Krankenhaus abzureißen. Auf dem frei gewordenen Gelände entstand ein neuer Bauabschnitt, das Altenheim vergrößerte sich, damit dem Bedarf nach mehr Einzelzimmern Rechnung getragen werden konnte. Gleichzeitig wurde der bestehende Komplex komplett saniert. Nach Beendigung aller Baumaßnahmen im Jahr 2015 ist das Altenzentrum auf dem neusten Stand des pflegerischen Bedarfs und der gesetzlich gestellten Anforderungen.

Die Clemensschwestern richteten ihr Handeln ganz nach der Barmherzigkeit aus. Damals wie heute ist dieser Grundsatz immer noch die Triebfeder unserer täglichen Arbeit. Unabhängig von Religion, Herkunft und Sozialisation wollen wir uns als kirchliche Einrichtung in den Dienst für den Menschen stellen. Wir möchten den Menschen, die sich an uns wenden, eine Heimat bieten, Mitleid zeigen,  Angst nehmen und Hoffnung geben.

Wir leben nicht für uns selbst, sondern für einander. In Anlehnung an diese Botschaft, möchten wir in enger Anbindung an die Kirchengemeinde St. Michael die Arbeit und Werte vieler Generationen, die sich mit dem Haus und der Gemeinde identifizieren, weitertragen und vor allem weiter leben.